Wenn Babys krank werden – 8 Tipps für besorgte Eltern

Bild: Joffi / CC0 1.0

Wird das Baby krank, ist die Sorge natürlich erst einmal groß. Im Bauch der Mutter war es noch vor Bakterien und Viren weitgehend geschützt, doch nun kann sich das Kleine Krankheiten einfangen. Zum Glück gibt es den Nestschutz. Denn über die Nabelschnur hat das Kind über das Blut der Mutter Antikörper erhalten, die Krankheitserreger erkennen können. Dieser angeborene Nestschutz lässt allerdings nach circa drei Monaten nach, ab dem neunten Monat ist er meist gänzlich abgebaut.

Doch trotz Nestschutz können Babys natürlich krank werden. Wir haben 8 Tipps, was Ihr tun könnt, wenn Euer kleiner Schatz krank wird.

Tipp 1: Stillen stärkt das Immunsystem

Wenn die Mutter ihr Baby stillt, erhält das Kleine während der gesamten Stillzeit über die Muttermilch Antikörper. Diese Antikörper unterstützen das Immunsystem des Kindes.

Tipp 2: Vorbeugen

Einer Erkältung bei Säuglingen beugst du am besten vor, indem du jeglichen Kontakt mit erkrankten Menschen vermeidest. Auch benutzte Taschentücher von erkälteten Familienmitgliedern und Freunden stellen eine Ansteckungsgefahr dar. Häufiges Händewaschen aller Familienmitglieder ist ein Muss.

Tipp 3: Lieber den Arzt fragen

Mit Babys unter sechs Monaten ist es absolut ratsam gleich zum Arzt zu gehen, wenn das Verhalten des Kindes euch seltsam erscheint oder wenn es zum Beispiel nicht trinkt oder sehr viel weint.

Tipp 4: Kinder fiebern häufig und hoch

Auch wenn viele Eltern sich erschrecken, wenn das Baby plötzlich hohes Fieber hat: tatsächlich fiebern Kinder häufig. Und zudem entwickeln die Kleinsten dabei oft sehr hohe Temperaturen. Wadenwickel und vom Arzt verschriebene Fieberzäpfchen schaffen Abhilfe. Bei einem Kind, das jünger als drei Monate ist, solltet ihr als Eltern bereits ab einer Körpertemperatur von 38°C den Kinderarzt aufsuchen. Wenn das Kind älter ist, dann solltet ihr es bei Temperaturen oberhalb von 39°C untersuchen lassen. Auch wenn das Fieber schubweise bzw. wiederholt auftritt und bei einem unter zweijährigen Kind länger als einen Tag anhält, solltet ihr euer Kind dem Kinder- und Jugendarzt vorstellen.

Tipp 5: Früherkennungsuntersuchungen

Früherkennungsuntersuchungen werden durchgeführt, um frühzeitig mögliche Gesundheitsstörungen oder Auffälligkeiten in der Entwicklung zu entdecken und zu behandeln. Die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen ist kostenlos, wenn du die angegebenen Zeitspannen einhältst.

Folgende Untersuchungen sind vorgesehen:

  • U1: nach der Geburt
  • U2: 3. bis 10. Lebenstag
  • U3: 4. bis 5. Lebenswoche
  • U4: 3. bis 4. Lebensmonat
  • U5: 6. bis 7. Lebensmonat
  • U6: 10. bis 12. Lebensmonat (ca. 1 Jahr)
  • U7: 21. bis 24. Lebensmonat (ca. 2 Jahre)
  • U7a: 34. bis 36. Lebensmonat (ca. 3 Jahre)
  • U8: 46. bis 48. Lebensmonat (ca. 4 Jahre)
  • U9: 60. bis 64. Lebensmonat (5 Jahre)

Tipp 6: Vorsicht bei Medikamenten

Bei harmlosen Beschwerden solltest du nicht gleich zu Medikamenten greifen. Viele Beschwerden lassen sich durch besondere Zuwendung und einfache Hausmittel wie Wärme, Kräutertees oder Wadenwickel überwinden. Und falls das Kind Medikamente braucht, ist der Kinderarzt bzw. die Kinderärztin die beste Ansprechpartnerin.

Achtung: für Kinder geeignete Arzneimittel müssen in der Zusammensetzung und Dosierung speziell auf den kindlichen Organismus abgestimmt sein.

Tipp 7: Die Hausapotheke

Mit Kindern im Haus ist es sinnvoll eine kleine, gut sortierte Hausapotheke zu haben. Dort hinein gehören Pflaster, Verbandmaterial, Wunddesinfektionsmittel, Brandsalbe, Kühlpads, Fieberthermometer und Fieberzäpfchen für Kinder (Vorsicht: Aspirin ist für Kinder gefährlich). Zum Glück kann man Medikamente und andere Babyartikel inzwischen auch bequem online bestellen.

Zusatztipp: Bei der Shop-Apotheke (und sicher auch bei anderen Onlineapotheken) gibt es zudem auch Babynahrung, Windeln oder Schnuller im Angebot, die 1-2 Tage nach der Bestellung schon geliefert werden.

Tipp 8: Entspannte Eltern

Stress und Aufregung überträgt sich auf dein Kind. Deshalb ist es bei kranken Kindern besonders wichtig, ruhig zu bleiben und entspannt zu sein. Wenn deine Partnerin und du euch mit der Pflege überlastet fühlt, scheut euch nicht, Verwandte oder Freunde zu bitten, die Einkäufe zu erledigen oder euch mit etwas anderem zu unterstützen.

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