Lösung Doppelresidenz – denn Kinder brauchen Mama UND Papa

Trennung der Eltern hat früher für Kinder oft bedeutet: Mama bleibt in meinem Leben, Papa kommt nur noch alle zwei Wochenenden zu Besuch. Oder in ein Gefühl übersetzt: Papa hat mich nicht mehr lieb. Inzwischen ist längst erwiesen: Für Kinder ist es am besten, wenn sie viel Zeit mit beiden Eltern verbringen können, also bei beiden Eltern ein Zuhause haben.

Martin Fuchs (Name geändert) aus München ist ein Papa, der das mit seiner sechsjährigen Tochter so lebt. Bereits vor der Trennung von der Mutter war der heute 40-Jährige sehr präsent im Leben des gemeinsamen Kindes und hatte auch ein Jahr lang Elternzeit genommen. Die Tochter genoss es und hat bis heute eine enge Bindung zu ihrem Papa, der sich das aber leider vor Gericht erkämpfen musste. Immerhin: Jetzt haben sich die Wogen geglättet und alle können sich mit der Situation arrangieren. Und das Beste dabei ist, der gemeinsamen Tochter geht es mit der Lösung „Doppelresidenz“ gut. Sie verliert keinen von beiden.

Mama ist wichtig, Papa auch.

Es ist eigentlich so einfach. Aber nach Trennungen herrscht oft Wut, Verzweiflung, Trauer, das Verlangen nach Rache für nicht erfüllte Erwartungen. Die Kinder leiden, leider viel zu oft, doch eine Erkenntnis setzt sich immer mehr durch: Elternschaft auf Augenhöhe auch nach Trennung kann Konflikte schnell befrieden. Wer sich klar macht, dass beide Eltern gleichwertig sind, der kommt an dem Wunsch nach einer echten gleichberechtigten Elternschaft nicht vorbei. Die Zahl an Verfahren vor deutschen Familiengerichten machen deutlich, wie sehr ein Handlungsbedarf besteht. Meist „klagen“ Papas auf mehr Zeit mit den Kindern, was meist auch das natürliche Interesse der Kinder ist; zunächst mal völlig einzelfallunabhängig.

Die Doppelresidenz bzw. das Wechselmodell bietet eine Lösung für Trennungsfamilien, die am Ende des Tages alle glücklich machen kann. Diese Erkenntnis setzt sich international durch. Überall verbessern sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Trennungsfamilien. Deutschland hinkt noch hinterher, aber auch hier wird sich hoffentlich die Vernunft durchsetzen.

Die gelebte Doppelresidenz ist verbunden mit eigenem Loslassen und der Sehnsucht danach, dem Kind von Herzen ein emotionales Zuhause bei beiden Eltern zu schenken; so, als wären sie noch eine intakte Familie. Das Kind ist schließlich das Beste, was Papa oder Mama vom anderen noch hat. Das Verständnis hierfür fehlt vielen frischen Trennungseltern – eine Verbesserung der gesetzlichen Lage, Elternschaft auf Augenhöhe als Leitbild, würde deshalb zwangsläufig Konflikte schneller entspannen. Spielchen zulasten der Kinder wären nicht mehr möglich.

Doppelt gefällt besser. Elternsein gibt es nur im Plural. „Wir sind so dankbar für unsere gemeinsame Zeit“, sagt Papa Martin Fuchs. Es gibt kein schöneres Geschenk für ein Trennungskind als die Bereitschaft beider Eltern, dem Kind viel Zeit mit dem jeweils anderen zu gönnen. Das ist wahre elterliche Liebe.

Der Verein für Trennungskinder „Papa Mama Auch e.V.“ setzt sich gemeinsam mit der Initiative Doppelresidenz für ein modernes Familienrecht ein. Ein Familienrecht, in dem Mama und Papa gleichwertig sind und auch konstruierter Streit nicht mehr als Argument gegen eine Mehr-Betreuung des Kindes beim jeweils anderen Elternteil verwendet werden kann. Werde ein richtiger Papa. Sei kein Besucher mehr.

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Die Petition Doppelresidenz hat inzwischen mehr als 8.000 Unterstützer, und die Zahl steigt stetig an.

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Dieser Gastbeitrag wurde vom Team von Doppelresidenz.org geschrieben.

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