Trotz Fernbeziehung glücklicher Familienvater

Bild: MFer Photography / Flickr / CC BY-SA 2.0

Wie ich trotz Fernbeziehung glücklicher Familienvater wurde

  • 16. Februar 2010. Ich laufe durch die Straßen meiner Heimatstadt und treffe eine umwerfende Frau, die mich mit ihrer netten, offenen Art in ihren Bann zieht. Auch am nächsten Nachmittag treffen wir uns noch einmal um gemeinsam einen Kaffee zu trinken.
  • 17. Februar 2010 – das erste Mal trennen sich unsere Wege, aber gleich für drei Wochen, denn ich arbeite in einem anderen Bundesland. Wir gewöhnen uns daran unsere Beziehung auf die Zeiträume von Urlaub und Wochenenden zu beschränken, aber eben diese wichtigen und wertvollen Zeiträume genießen wir umso mehr.

Etwa zwei Jahre nach unserem Kennenlernen betritt unser erster Sohn Jonas die Bühne des Lebens und bringt erstmal alles durcheinander, eingespielte Standards können nicht mehr genau so durchgeführt werden wie bis zu diesem Tag. Doch der Mensch ist bloß ein Gewohnheitstier und somit wird unter Tagesablauf bzw. Wochenendablauf umgestellt und auch dies gelingt uns. Ich halte es für wichtig in einer solchen Situationt, dass sich Mama und Papa trotz der Kinder Zeit für sich nehmen, füreinander da sind, miteinander reden, sich aufeinander verlassen (können) und sich vertrauen.

Inzwischen hatte sich meine berufliche Situation verändert und ich fand mich circa hundert Kilometer entfernt unseres Wohnortes wieder, zumindest habe ich es geschafft nun auch unter der Woche mal nach Hause zu fahren, was die Trennung deutlich angenehmer gemacht hat, konnten diese wenigen Stunden am Mittwochabend doch die Woche deutlich verkürzen.

2014 zogen wir ins Frankenland, hier hielten wir es (das erste Mal gemeinsam – trotz Arbeit)  ein Jahr aus und entschieden uns dann bewusst die Reise zurück anzutreten. Meine Arbeitsstelle befindet sich nun vom Wohnort wieder ca. 200 km entfernt. Ein zweiter Sohn kam Ende 2015 auf die Welt und meine Frau kümmert sich nun neben allen regulären Aufgaben, die so ein Tag nun mit sich bringt, hervorragend um unsere beiden Kinder. Wie schon die ganze Zeit davor nutzen wir die Wochenenden ausgiebig für uns und unsere Kinder. Schön ist es jeden Freitag zu sehen, wie die beiden Kleinsten sich freuen, wenn der Papa nach Hause kommt. Dann wird gemeinsam getobt, dem Papa berichtet was die ganze Woche über los war und als Papa spürt man, wie die Kinder jeden möglichen Moment mit ihrem Dad in sich ziehen, um möglichst in der Folgewoche davon noch zehren zu können.

Aussicht: nächstes Jahr werde ich für vier Monate nicht bei den Kindern, aber auch meiner Frau sein können. Neuer Fall. Neue Verfahrensweise. Abwarten, Tee oder Kaffee trinken, Zeiten sinnvoll nutzen: Für sich, für die Kids und für die Frau.

Kurzum: nicht klagen und sinnlos streiten in der Zeit, die man mit der Familie hat. Nicht klagen, wenn man unterwegs ist, davon vergeht die Zeit nicht schneller. Leben leben, Arbeit machen und wissen: Eine Woche kann schnell vergehen.

 

Dies ist ein Gastbeitrag von Chris Erfurt

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