Ein Löffel Lebertran für Papa…

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Bild: Insights Unspoken / Flickr / CC BY-SA 2.0

TETRA VITOL – Heilbutt-Lebertran, 1962

Viele Eltern erinnern sich noch daran. In ihrer Kindheit mussten sie immer einen Löffel Lebertran trinken, weil der gesund ist. Bei anderen war es der Löffel Sanostol, ein zuckriger, dickflüssiger Sirup, der in einer dreieckigen Glasflasche steckte. Mehr oder weniger brav haben wir alle den Mund geöffnet und den Löffel geschluckt, den unsere Mütter uns einst hinhielten.

Aber was ist eigentlich aus dem guten alten Lebertran geworden? Sollten wir unseren Kindern etwa auch Lebertran oder Vitaminpräparate geben, wie es unsere Eltern einst taten?

Was  genau ist eigentlich Lebertran?

Lebertran ist ein braungelbes Fischöl. Es wird aus der frischen Leber von Kabeljau, Dorsch oder Schellfisch gewonnen. Es weist eine hohe Konzentration an Vitamin D, E und A, sowie Omega-6-Fettsäuren auf. Schon von den Wikingern, Norwegern, Inuits, Lappländern und Grönländern wurde es vor langer Zeit als Stärkungsmittel verwendet. Es ist leicht verdaulich und hat einen starken, säuerlich-fischigen Geschmack. Kindern der Bundesrepublik Deutschland wurde bis in die 1960er Jahre zur Vorbeugung und Kräftigung täglich ein Löffel voll Lebertran verabreicht. Und das nicht ohne Grund! Denn Lebertran ist gut für die Gesundheit.

Lebertran

  • fördert den Muskelaufbau
  • unterstützt die Zellerneuerung
  • senkt den Blutdruck und die Blutfette
  • unterstützt die Sehkraft
  • beugt Kinderkrankheiten vor

Trotz dieser positiven Wirkungen geriet Lebertran in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit. Das wird wahrscheinlich vor allem an dem grausigen Geschmack des Fischöls liegen. Heute werden die guten Inhaltsstoffe des Lebertrans als geschmacksneutrale Nahrungsergänzungsmittel eingenommen: zum Beispiel Omega 3 Kapseln ohne Fischgeschmack, weil viele von uns einen Mangel an Omega 3 haben. Dabei sind die Fettsäuren so wichtig für uns! Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Herz- und Gefäßsystem und einem guten Gemütszustand. Und auch für die Gelenke, unser Nervensystem und die Haut spielen sie eine Rolle. Auch Vitamin D, E und A sind nicht zu unterschätzen. Sie lassen Wunden besser heilen, stärken Zähne und Knochen, schützen die Zellen vor Zerstörung und halten die Schleimhäute gesund.

Trotz allem sollte man Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne die Absprache mit dem Arzt unkontrolliert zu sich nehmen. Ein Bluttest verrät, bei welchen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien ein Mangel besteht. Mit dem Bluttest in der Hand, kann der Arzt dann genaue Empfehlungen geben, welche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind und auf was man bei der Ernährung achten sollte. Das gilt natürlich auch für Eure Kids! Auch hier solltet ihr nur bei einer Mangelerscheinung zu Vitaminpillen & Co. greifen.

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