Papa werden: Die Ängste von Vätern

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Bild: Vero Photoart / unsplash.com / CC BY-SA 2.0

Werden Frauen unverhofft schwanger, fragen sich die meisten, ob ihr Partner sich über die Nachricht Vater zu werden wohl freuen wird. Schließlich haben Frauen schon zu oft im Kino gesehen, dass Männer bei dieser Nachricht das Weite gesucht haben, Aber haben wirklich so viele Männer Angst davor Vater zu werden? Hier kann die LBS-Studie „Übergang zur Elternschaft“ Antworten geben: tatsächlich verbinden die meisten Männer den Gedanken daran, bald Vater zu werden, mit positiven Gefühlen. Aber natürlich gibt es auch viel Unsicherheit bei den Herren und die Ängste nehmen nach der Geburt des Kindes nicht ab. Deshalb schauen wir einmal genauer, welche Ängste Männer haben, wenn sie Vater werden.

Wenn Männer Väter werden

Die LBS-Familien-Studie „Übergang zur Elternschaft“ verfolgte über mehrere Jahre die Entwicklung von 175 jungen Familien. Schauen wir uns ein paar Ergebnisse zu den Ängsten der werdenden Väter an:

  • Nur 1% der Männer erklärte, dass sie manchmal zweifeln, ob die Entscheidung für ein Kind richtig gewesen ist.
  • 51% der Männer haben „etwas“ Angst vor einer Missbildung des Kindes. 21% der Männer haben davor „starke“ Angst
  • 2% der Männer haben „starke“ Angst bei der Geburt in Ohnmacht zu fallen. 79% der Männer kennen diese Angst „gar nicht“
  • 23% der Männer erklärten, dass sie sich häufig Sorgen machen, ob die Familie mit dem Geld auskommt. Die Angst vor dem Verlust des Jobs nimmt zu. Viele Männer versuchen, den steigenden Druck mit mehr Arbeit zu kompensieren.
  • 21% der Männer halten es für eine Belastung, allein für das Einkommen der Familie zuständig zu sein.

Berechtigte Ängste?

Es zeigt, dass die Männer vor allem dann Angst haben, wenn es um die finanzielle Situation der Familie geht. Deshalb arbeiten so viele Männer noch mehr sobald sie Vater sind; worunter die Beziehung zu Frau und Kind leidet. Die Folge? Die Zahl der Scheidungen von Ehen mit Kindern steigt stärker als die von kinderlosen Paaren. Nach der Geburt eines Kindes droht jede fünfte Ehe zu zerbrechen. An dieser Stelle ist ganz klar die Politik gefragt! Die Regierung sollte dringend bessere Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen.

Aber auch Paare können etwas dafür tun, um ihre Familie vor einem möglichen Zerbrechen zu beschützen. An erster Stelle steht natürlich Liebe und Zärtlichkeit, die auch mit Baby nicht zu kurz kommen darf. Regelmäßige Streicheleinheiten und ein „Ich liebe Dich!“, das von Herzen kommt, können wahre Wunder bewirken. Genauso wichtig ist die Kommunikation. Wer über seine Ängste und Sorgen nicht spricht, kann keine Besserung der Situation erwarten. Und zuletzt darf auch die Zeit nicht zu kurz kommen. Qualitätszeit mit dem Partner alleine oder der Familie gemeinsam sind wichtig und müssen fest im Alltag verankert sein.

Wie glücklich bin ich?

Ein einfacher Weg sich selbst den Spiegel vorzuhalten ist folgende Frage: Wenn Du jetzt ein Fotobuch drucken lassen würdest, mit all den besonderen Momenten der letzten sechs Monate, welche Bilder würdest Du auswählen? Gibt es Erinnerungen und Bilder von entspannten Momenten mit Dir und Deiner Partnerin bzw. Deinem Partner und wenn ja, wie viele? Wie lange ist es her, dass Du unbeschwert und ohne Zeitdruck mit Deinem Kind gespielt und gelacht hast? Und wie viele romantische Situationen hast Du in den letzten sechs Monaten erlebt?

Je nachdem wie viele besondere Fotos Du für ein solches Fotobuch zusammenkriegen würdest, die viele unterschiedliche, wichtige und schöne Momente darstellen, desto sicherer kannst Du sein, ein gutes und stabiles Familienleben zu haben. Falls Dir nur wenige Momente einfallen und Du nur eine Hand voll Fotos für ein solches Album zur Verfügung hast, dann solltest Du unbedingt mehr Qualitätszeit mit Deiner Familie einplanen. Vergiss nicht: Du bist Deines eigenen Glückes Schmied! Und Du solltest in diesem Fall gleich heute mit Deinem Schatz sprechen, was Ihr in Zukunft verbessern könnt, um noch glücklicher zu sein.

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