Tipps für Väter – Was tun bei Vergiftungen im Haushalt

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Bild: Ryan Harvey / flickr / CC BY-SA 2.0

Im Haushalt lauern viele Gefahren für Kleinkinder. Insbesondere Putzmittel, Medikamente oder Kosmetika können für sie lebensgefährlich sein. Unser Nachwuchs ist nämlich von Natur aus neugierig und interessiert. Vieles stecken sich Kinder auch in den Mund, besonders wenn es bunt aussieht und schön duftet. Bei Vergiftungen im Haushalt solltet ihr deshalb im Notfall wissen, was zu tun ist.

Gefahrenquelle Nummer Eins

Viele Eltern lagern Putzmittel bequemerweise im Spülenschrank, damit sie diese immer griffbereit haben. Was bequem für Väter und Mütter ist, kann für den Nachwuchs jedoch lebensgefährlich sein. Die meisten Vergiftungen bei Kleinkinder werden nämlich durch Putzmittel verursacht, daher dürfen diese nicht in Reichweite der Kinder gelagert werden.

Falls ihr bemerkt, dass euer Kind doch versehentlich mit Giftstoffen in Berührung gekommen ist, solltet ihr sofort zwei Dinge tun:

1. Rasche Ersthilfe leisten

Die Ursache der Vergiftung entscheidet vor allem, welche Maßnahmen ihr zuerst ergreifen solltet. Sehr oft ist Erbrechen meist das falsche Mittel, um giftige Stoffe loszuwerden. Bei Säuren oder Laugen beispielsweise, kann die Speiseröhre so nochmal verletzt werden. Desweiteren kann sich durch das Erbrechen und der Bewegung im Magen Schaum bilden, so dass noch zusätzlich die Gefahr des Erstickens bestehen würde. Das Gift durch Trinken von reichlich Wasser oder milden Tees zu verdünnen, wäre bei nicht ätzenden Putzmittel die sinnvollere Methode.

2. Fachliche Einschätzung der Giftnotzentrale einholen

Falls ihr herausfinden konntet, was euer Kind verschluckt hat, solltet ihr von der Giftnotzentrale Auskünfte einholen. Das erfahrene Fachpersonal kann euch in einer ersten Einschätzung sagen, was zu tun ist. Eine Liste der Giftinformationszentren findet ihr hier. Diese sind bei Notfällen rund um die Uhr für euch erreichbar.

Wichtig: Treten Symptome wie Atemnot, Bewusstlosigkeit oder Krämpfe auf, sollte jedoch sofort ein Notarzt verständigt werden!

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