Alles was Du über die Zähne Deiner Kinder wissen musst

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Wenn ein Baby auf die Welt kommt hat es noch keine Zähne. Schließlich braucht es diese erst einmal auch nicht, denn es trinkt ja ausschließlich Milch.

Zwischen dem sechsten und neunten Monat beginnen dann die Milchzähne zu wachsen. Und dann werden viele Babys unruhig, denn das Zahnen kann schmerzhaft sein. Einige Babys reagieren sogar mit geschwollenen Wangen, Fieber und Verdauungsproblemen. Um es den Kleinen erträglicher zu machen, gibt man ihnen am besten einen kühlen Beißring, der vorher im Kühlschrank (nicht im Eisfach!) lag. Manche Eltern kaufen auch Beißringe aus Holz und Naturkautschuk. Auf einem Beißring zu kauen massiert die Schmerzen weg und hilft es den kleinen Milchzähnchen durchzubrechen. Wichtig ist es, hier auf gute Beißringe zu setzen, die keine Weichmacher enthalten.

Während des Zahnens ist es zudem sinnvoll genügend Lätzchen und Tücher griffbereit zu haben. Denn die Babys haben einen hohen Speichelfluss während des Zahnes. Eine tolle und noch ausführlichere Beschreibung mit guten Tipps zum Thema Zahnen findest Du auf der Babyshop-Seite von Baby Walz.

Warum heißen „Milchzähne“ Milchzähne?

Auch der lateinische Fachbegriff „dentis lactatis“ bedeutet übersetzt Milchzähne. Experten nehmen an, dass es zwei Gründe für diese Bezeichnung gibt. Zum einen liegt das am Zeitpunkt des Durchbruchs der ersten Zähne. Im Schnitt brechen die ersten Zähne im Alter von fünf bis sieben Monaten durch, zu einer Zeit, in der das Baby noch als Säugling bezeichnet wird, weil es eben noch – mit Milch -gestillt oder mit der Flasche „gesäugt“ wird. Zudem haben die ersten Milchzähne eine so helle, weiße Farbe, wie es eben auch die Milch hat.

Milchgebiss und Erwachsenengebiss im Vergleich:

Bild: Maksim / Wikimedia / CC BY-SA 3.0

 

Milchzähne

Kleinkinder können schon ein wenig kauen und beißen, denn sie haben schon die ersten Milchzähne. Und Kindergartenkinder haben bereits ein vollständiges Milchgebiss und können wirklich alles wunderbar kauen und abbeißen.

Das Milchgebiss besteht aus zwanzig Zähnen. Im Gegensatz zu den späteren, bleibenden Zähnen sind Milchzähne deutlich empfindlicher gegen Zahnkaries. Das liegt an der geringen Dicke des Zahnschmelzes von maximal einem Millimeter.

Bereits die ersten Zähnchen müssen gepflegt werden. Auch wenn Milchzähne irgendwann wieder ausfallen, ist es wichtig sie zu pflegen, denn sie dienen als Platzhalter für das bleibende Gebiss und sollten sich so lange wie möglich in intaktem Zustand befinden. Nach dem Durchbrechen der ersten Backenzähnchen (etwa zwischen dem 16. und 18. Lebensmonat) wird es Zeit für die erste Kinderzahnbürste, mit der die Eltern eine sanfte und ungefährliche Zahnreinigung durchführen können. Wichtig: nutzt bitte eine Kinderzahnpasta mit niedrigem Fluoridgehalt. Und jetzt heißt es: regelmäßig putzen. Anfangs einmal täglich, ab 24 Monaten zweimal am Tag, morgens und abends. Am besten „putzt“ das Kind die Zähne zuerst, dann putzen die Eltern nach.

Nicht vergessen: Gesunde Zähne sind keine Glückssache, sondern das Ergebnis richtiger Pflege.

Die bleibenden Zähne

Spätestens wenn die Kinder in die Schule kommen, fallen die Milchzähne nacheinander wieder aus. Dafür bekommen die Schulkinder dann die bleibenden Zähne. Die Milchzähne müssen ausfallen, um den dauerhaften Zähnen Platz zu machen. Dieser Vorgang dauert sechs oder mehr Jahre. Von da an wachsen keine neuen Zähne mehr nach.

Der Verlust der Milchzähne ist zum Glück kein schmerzhafter Prozess. Wenn das Kind dennoch über Schmerzen im hinteren Mundraum klagt, können es die wachsenden Backenzähne sein. Das Zähneputzen ist nun wichtiger als je zuvor. Bis etwa zum achten Geburtstag sollten Eltern das Zähneputzen unbedingt überwachen und anleiten.

 

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